Frühlingsgedichte

Gedichte zum Frühling

Gedichte zum Frühling

 

 

Ihr Feedback:

Sie kennen noch ein anderes schönes Frühlingsgedicht von Mörike und sind der Meinung, das müsste hier unbedingt veröffentlicht werden?
Dann freuen wir uns auf Ihren Beitrag, den Sie bitte an DIESE Email-Adresse schicken können.

Frühlingsgedichte: Kategorie klassische Frühlingsgedichte, Mörike Gedicht 16

 

Frühlingsgedichte

Eduard Mörike, 1804-1875 (Frühlingsgedichte)

Im Frühling

Hier lieg ich auf dem Frühlingshügel:
Die Wolke wird mein Flügel,
Ein Vogel fliegt mir voraus.
Ach, sag` mir alleinzige Liebe,
Wo du bleibst, dass ich bei dir bliebe!
Doch du und die Lüfte, ihr habt kein Haus.

Der Sonnenblume gleich steht mein Gemüte offen,
Sehnend,
Sich dehnend
In Liebe und Hoffen.
Frühling, was bist du gewillt?
Wann werd ich gestillt?

Die Wolke seh` ich wandeln und den Fluss,
Es dringt der Sonne goldner Kuss
Mir tief bis ins Geblüt hinein;
Die Augen, wunderbar berauschet,
Tun, als schliefen sie ein.
Nur noch das Ohr der Biene lauschet.

Ich denke dies und denke das,
Ich sehne mich, und weiß nicht recht, nach was:
Halb ist es Lust, halb ist es Klage;
Mein Herz, o sage,
Was webst du für Erinnerung
In golden grüner Zweige Dämmerung?
- Alte unnennbare Tage!

Weitere Frühlingsgedichte von Mörike:
“Frühling lässt sein blaues Band”