Frühlingsgedichte

Gedichte zum Frühling

Gedichte zum Frühling

 

 

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Frühlingslyrik - Frühlingsgedichte: Kategorie klassische Frühlingsgedichte, Seite 12

 

Frühlingslyrik - Frühlingsgedichte

Auguste Kurs, 1815-1892  (Frühlingslyrik)

Frühlingszuversicht

Die kleinen Blättchen halten´s nicht
In brauner Knospe aus,
Sie sagen: “Jetzt ist uns`re Zeit,
Jetzt müssen wir heraus.

Ob auch die Sonne bleich und matt,
Ob finst`re Wolken dräun,
Der alten Erde müssen wir
Doch frische Blüten streun.

Auch hofft manch armes Menschenkind
Wie wir auf Sonnenschein,
Dem wollen wir mit unserm Grün
Ein gutes Zeichen sein.”

Und wie sie das geflüstert kaum,
Entfalten sie sich schnell,
Und lächelnd strahlt sogleich herab
Die Sonne warm und hell.

Und in der Menschen Herzen zieht
Die Hoffnung süß und licht,
Die grünen Blättchen wecken rings
Die Frühlingszuversicht.

Auguste Kurs, 1815-1892  (Frühlingslyrik)

Frühling

Aus der dunklen Erde drängen
Crokus sich und Annemon`,
Der Kastanien Blätter sprengen
Ihre braune Hülle schon.

Volle Knospen zeigt der Flieder,
Und vom blauen Himmelszelt
Strahlt die Sonne goldig nieder,
Frühlingsodem füllt die Welt.

Schwellt die Knospen und die Herzen
Mit erneuter Lebenskraft -
Dank der milden Luft des Märzen,
Die so reiche Wunder schafft.

Und die Vögel zwitschern leise
Vom vergangen Winterharm,
Hoch in Lüften zieht die Kreise
Flügelschnell ein Taubenschwarm.

Und mit ihnen ziehn Gedanken,
Herz und Seele leicht empor,
Auf zum Äther ohne Schranken,
Bis zum goldnen Himmelstor.

Bis uns Liebe, Lust und Hoffen,
Wie ein rosger Glanz umwebt,
Denn der Himmel ist noch offen,
Weil der Lenz herniederschwebt.

Bildquelle: © Jag_cz - Fotolia.com

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